убил лису – сам съел колобка.
§ 187. Wortgruppenmodelle mit dem Satzglied Apposition
читать дальшеDie Apposition findet ihren Ausdruck in zwei Modellen, von denen das eine die gebundene Apposition, das andere die freie oder ungebundene Apposition darstellt: Die Apposition ist eine besondere Art von substantivischem Attribut.-Sie unterscheidet sich von allen Varianten des Wortgruppenmodells in zweifacher Hinsicht: erstens bezieht sie sich nicht nur auf Substantive, sondern auch auf substantivische Pronomen (die freie Apposition), zweitens ist sie mit dem Bezugswort weder durch Rektion noch durch Anschließung verbunden; die Apposition kongruiert mit dem Bezugswort im Kasus (allerdings gibt es Ausnahmen)
Das Modell der gebundenen Apposition Substantiv + Substantiv
z. B. mein Freund Max
Vom semantischen Standpunkt aus kann man alle appositionellen Wortgruppen folgenderweise einteilen:
a) das Bezugswort ist ein Personenname, dann gibt die Apposition Beruf, Titel, Verwandtschaftsbeziehungen, nationale Zugehörigkeit, die innere und äußere Charakteristik dieser Person an:
Feldmarschall Kutusow, der Polarforscher Sedow, der Schriftsteller. Willi Bredel, die Brüder-Grimm, der Däne Andersen, der Riese Goliath, der Betrüger Hans.
b) das Bezugswort ist ein Eigenname (doch kein Personenname): die Insel Rügen, der Berg Ätna, die Stadt Leipzig, die Strecke Berlin — Leipzig, der Kreuzer „Aurora“.
c) das Bezugswort ist ein Gattungsname: dann wird der zweite Bergiff durch den ersten genauer bestimmt:
die Blume Vergißmeinnicht, der Monat Januar, der exotische Vogel Marabu.
d) das Bezugswort ist eine Wortgruppe:
Die Zeitung „Neues Deutschland‘, das Filmpoem „Der Weg des Soldaten“, der Dokumentarfilm „Ewiges Gedenken“, der Roman „Wolf unter Wölfen“, (von H. Fallada)
Die Verbindung Vorname + Familienname gilt nicht als appositionelle Wortgruppe, sondern als eine syntaktische Einheit: Hans Fallada, Erich Maria Remarque, Johann Wolf gang Goethe.
Die Kongruenz im Kasus ist bei der gebundenen Apposition undeutlich ausgedrückt wegen der unveränderlichen Form des zweiten Substantivs. Sie kann überhaupt fehlen: in der Zeitung „Neues Deutschland, des Monats Mai, die Messe in der Handelsstadt Leipzig.
Das Modell der freien Apposition besteht aus denselben Gliedern wie das Modell der gebundenen Apposition, aber sie stehen in einer umgekehrten Reihenfolge und werden durch Absonderung voneinander getrennt: Gebundene Apposition - mein Freund Max, der berühmte Polarforscher;
Freie Apposition - der berühmte Polarforscher Sedow, Max, mein Freund Sedow,
In der freien Apposition ist das Bezugswort die erste Komponente der Wortgruppe» die Apposition selbst ist die zweite Komponente der Wo t- gruppe Die grammatische Verbindung erfolgt durch die Kontaktstellung beider Substantive und die Kongruenz im Kasus: Der treue Max, mein alter Freund (läßt mich niemals im Stich).
Die semantischen Beziehungen zwischen den Komponenten der freien Apposition sind zum Teil anders als zwischen den Komponenten der gebundenen Apposition:
a) die freie Apposition kann das Bezugswort wiederholen Es ist entweder wortwörtliche Wiederholung oder synonymische Wiederholung gewöhnlich durch ein Attribut erweitert. Das ist ein stilistisches Mittel z Steigerung des semantischen Gewichts des betreffenden Substantivs.
Wir gingen durch den Wald, einen hohen Tannenwald.
b) Die freie Apposition erklärt, verdeutlicht und präzisiert einen allgemeinen Begriff:
Das Wappen der Sowjetunion, Hammer und Sichel, schmückt das Portal.
Es kann eine Aufzählung sein:
Das Jahr hat zwölf Monate Januar, Februar, März…
Oft beziehen sich solche gleichartigen Appositionen auf ein verallgemeinerndes Wort: ein Pronomen, ein Proadverb: das, alles, nichts, nirgends, überall, das die Aufzählung abschließt und die aufgezahlten Begriffe zusammenfaßt: Die Teller und die Gläser, die Kleider und die Mienen, die Bildchen an den Wänden und die Worte auf den Lippen…
c) Die freie Apposition erläutert einen Eigennamen (oft Personennamen). Leo Tolstoi, der berühmte russische Schriftsteller, wurde am 28. August 1828 geboren.
d) Abweichend von der gebundenen Apposition kann sich die freie Apposition auf ein Personalpronomen oder ein Fragepronomen beziehen:
Wir Jugendlichen sind uns unserer Pflichten bewußt.
Oft erscheinen Personalpronomen mit einer Apposition in der Anrede; Belege finden wir in der Poesie und im Alltagsverkehr:
Herwegh, du eiserne Lerche! Sei mir gegrüßt, du ewiges Meer!
Aus der Alltagsrede:
Du Faulpelz, steh auf!
Du Glückspilz, du bist einfach zu beneiden!
§ 188. Stilistische Aspekte der Apposition
читать дальшеBeide Arten der Apposition dienen als wirkungsvolles stilistisches Mittel der Metaphorisierung, Abarten der Metapher sind Personifizierung und Entpersonifizierung. Bei der Personifizierung werden" rein menschliche Eigenschaften auf Tiere und leblose Gegenstände übertragen. Die Apposition ist ein bequemes Mittel zu diesem Zweck. Es genügt z. B. den Titel Herr, Frau, Fräulein oder Onkel, Vater, Mutter u a. vor die Bezeichnung eines Tieres oder eines leblosen Gegenstands zu setzen, um diese Begriffe zu vermenschlichen: in der Märchen- und Fabelwelt handeln Herr Fuchs, Frau Elster, Schwager Frosch, Fräulein Maus; Bruder Vogel, Vater Rhein, die Prinzessin Ilse.
In der Dichtung kommen personifizierte Abstrakta vor wie Frau Unglück, Mutter Wissenschaft, der kleine Teufel Zufall oder Gattungsnamen: die Göttin Großstadt; die Mutter Großstadt.
Mit der freien Apposition erreicht man denselben Zweck:
Und der Mond, der stille Lauscher,
Wirft sein goldnes Licht herein.
Die Wirkung der Entpersonifizierung beruht darauf, daß der Mensch, seiner menschlichen Eigenschaften beraubt, einem Tier oder einem leblosen Gegenstand gleichgesetzt wird. Im Roman von H. Fallada „Jeder stirbt für sich allein“ erhält der Spitzel Klebs den Titel: die Ratte Klebs.
Außer Personifizierung und Entpersonifizierung kann die Apposition zum Ausdruck anderer Abarten der Metapher verhelfen: Das Raubtier Kapital fühlt sich verenden. Die rote Rose Leidenschaft.
читать дальшеDie Apposition findet ihren Ausdruck in zwei Modellen, von denen das eine die gebundene Apposition, das andere die freie oder ungebundene Apposition darstellt: Die Apposition ist eine besondere Art von substantivischem Attribut.-Sie unterscheidet sich von allen Varianten des Wortgruppenmodells in zweifacher Hinsicht: erstens bezieht sie sich nicht nur auf Substantive, sondern auch auf substantivische Pronomen (die freie Apposition), zweitens ist sie mit dem Bezugswort weder durch Rektion noch durch Anschließung verbunden; die Apposition kongruiert mit dem Bezugswort im Kasus (allerdings gibt es Ausnahmen)
Das Modell der gebundenen Apposition Substantiv + Substantiv
z. B. mein Freund Max
Vom semantischen Standpunkt aus kann man alle appositionellen Wortgruppen folgenderweise einteilen:
a) das Bezugswort ist ein Personenname, dann gibt die Apposition Beruf, Titel, Verwandtschaftsbeziehungen, nationale Zugehörigkeit, die innere und äußere Charakteristik dieser Person an:
Feldmarschall Kutusow, der Polarforscher Sedow, der Schriftsteller. Willi Bredel, die Brüder-Grimm, der Däne Andersen, der Riese Goliath, der Betrüger Hans.
b) das Bezugswort ist ein Eigenname (doch kein Personenname): die Insel Rügen, der Berg Ätna, die Stadt Leipzig, die Strecke Berlin — Leipzig, der Kreuzer „Aurora“.
c) das Bezugswort ist ein Gattungsname: dann wird der zweite Bergiff durch den ersten genauer bestimmt:
die Blume Vergißmeinnicht, der Monat Januar, der exotische Vogel Marabu.
d) das Bezugswort ist eine Wortgruppe:
Die Zeitung „Neues Deutschland‘, das Filmpoem „Der Weg des Soldaten“, der Dokumentarfilm „Ewiges Gedenken“, der Roman „Wolf unter Wölfen“, (von H. Fallada)
Die Verbindung Vorname + Familienname gilt nicht als appositionelle Wortgruppe, sondern als eine syntaktische Einheit: Hans Fallada, Erich Maria Remarque, Johann Wolf gang Goethe.
Die Kongruenz im Kasus ist bei der gebundenen Apposition undeutlich ausgedrückt wegen der unveränderlichen Form des zweiten Substantivs. Sie kann überhaupt fehlen: in der Zeitung „Neues Deutschland, des Monats Mai, die Messe in der Handelsstadt Leipzig.
Das Modell der freien Apposition besteht aus denselben Gliedern wie das Modell der gebundenen Apposition, aber sie stehen in einer umgekehrten Reihenfolge und werden durch Absonderung voneinander getrennt: Gebundene Apposition - mein Freund Max, der berühmte Polarforscher;
Freie Apposition - der berühmte Polarforscher Sedow, Max, mein Freund Sedow,
In der freien Apposition ist das Bezugswort die erste Komponente der Wortgruppe» die Apposition selbst ist die zweite Komponente der Wo t- gruppe Die grammatische Verbindung erfolgt durch die Kontaktstellung beider Substantive und die Kongruenz im Kasus: Der treue Max, mein alter Freund (läßt mich niemals im Stich).
Die semantischen Beziehungen zwischen den Komponenten der freien Apposition sind zum Teil anders als zwischen den Komponenten der gebundenen Apposition:
a) die freie Apposition kann das Bezugswort wiederholen Es ist entweder wortwörtliche Wiederholung oder synonymische Wiederholung gewöhnlich durch ein Attribut erweitert. Das ist ein stilistisches Mittel z Steigerung des semantischen Gewichts des betreffenden Substantivs.
Wir gingen durch den Wald, einen hohen Tannenwald.
b) Die freie Apposition erklärt, verdeutlicht und präzisiert einen allgemeinen Begriff:
Das Wappen der Sowjetunion, Hammer und Sichel, schmückt das Portal.
Es kann eine Aufzählung sein:
Das Jahr hat zwölf Monate Januar, Februar, März…
Oft beziehen sich solche gleichartigen Appositionen auf ein verallgemeinerndes Wort: ein Pronomen, ein Proadverb: das, alles, nichts, nirgends, überall, das die Aufzählung abschließt und die aufgezahlten Begriffe zusammenfaßt: Die Teller und die Gläser, die Kleider und die Mienen, die Bildchen an den Wänden und die Worte auf den Lippen…
c) Die freie Apposition erläutert einen Eigennamen (oft Personennamen). Leo Tolstoi, der berühmte russische Schriftsteller, wurde am 28. August 1828 geboren.
d) Abweichend von der gebundenen Apposition kann sich die freie Apposition auf ein Personalpronomen oder ein Fragepronomen beziehen:
Wir Jugendlichen sind uns unserer Pflichten bewußt.
Oft erscheinen Personalpronomen mit einer Apposition in der Anrede; Belege finden wir in der Poesie und im Alltagsverkehr:
Herwegh, du eiserne Lerche! Sei mir gegrüßt, du ewiges Meer!
Aus der Alltagsrede:
Du Faulpelz, steh auf!
Du Glückspilz, du bist einfach zu beneiden!
§ 188. Stilistische Aspekte der Apposition
читать дальшеBeide Arten der Apposition dienen als wirkungsvolles stilistisches Mittel der Metaphorisierung, Abarten der Metapher sind Personifizierung und Entpersonifizierung. Bei der Personifizierung werden" rein menschliche Eigenschaften auf Tiere und leblose Gegenstände übertragen. Die Apposition ist ein bequemes Mittel zu diesem Zweck. Es genügt z. B. den Titel Herr, Frau, Fräulein oder Onkel, Vater, Mutter u a. vor die Bezeichnung eines Tieres oder eines leblosen Gegenstands zu setzen, um diese Begriffe zu vermenschlichen: in der Märchen- und Fabelwelt handeln Herr Fuchs, Frau Elster, Schwager Frosch, Fräulein Maus; Bruder Vogel, Vater Rhein, die Prinzessin Ilse.
In der Dichtung kommen personifizierte Abstrakta vor wie Frau Unglück, Mutter Wissenschaft, der kleine Teufel Zufall oder Gattungsnamen: die Göttin Großstadt; die Mutter Großstadt.
Mit der freien Apposition erreicht man denselben Zweck:
Und der Mond, der stille Lauscher,
Wirft sein goldnes Licht herein.
Die Wirkung der Entpersonifizierung beruht darauf, daß der Mensch, seiner menschlichen Eigenschaften beraubt, einem Tier oder einem leblosen Gegenstand gleichgesetzt wird. Im Roman von H. Fallada „Jeder stirbt für sich allein“ erhält der Spitzel Klebs den Titel: die Ratte Klebs.
Außer Personifizierung und Entpersonifizierung kann die Apposition zum Ausdruck anderer Abarten der Metapher verhelfen: Das Raubtier Kapital fühlt sich verenden. Die rote Rose Leidenschaft.